Poesie

Seit vielen Jahren schreibe ich Texte und Gedichte, die ich hauptsächlich in meinen Songprogrammen einbauen kann, zum Teil auch vertont. Veröffentlichungen auch in Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen.

Advent und Weihnachten

Teu fiire u teu fiire nid.

Teu fiire dahei u teu fiire alei.

Teu fiire dahei ganz traditionell

So wie sis scho us Ching erläbt hei

Teu fiire nid

Teu singe u teu singe nüt

Teu hei e Boum mit Lämpli u Cherzli u Chugeli u Girlande u Ängle

Teu hei es künstlechs Böimli

Teu si truurig u teu si fröhlech

Teu gö anes Konzärt oder musiziere säuber

Teu lade Einsami i

 

Teu si zäme u glich alei

Teu si dahei u doch nid dahei

Teu fiire im Waud u Schnee u teu am Meer

Teu fiire u teu früre

 

Teu singe u tanze

Teu si ganz stiu.. wüus Gott so wiu?

Teu hei es Chrippli mit Strou u Höi

Teu gö id Chnöi

Teu trinke u trinke u trinke u winke

Dass doch öpper chli mitne würdi rede

U bätte o,

damit si no bis hei chöme, faus si es Daheime hei

Teu si alei

 

Teu fiire u teu erfrüüre

Teu si truurig u teu si fröhlech

Viu Ching fröie sech ab au dene Liechter daheim u vorusse

U vilicht wär ds Lüchte i irne Ouge scho gnue

U jede Mönsch wome nim us Ching das Lüchte nid het usglöscht,

isch es Läbe lang dankbar

 

teu reklamiere dases es speziels Brot nümm im Regau het

u teu hei nidemau ar Wiehnachte e Bitz

Teu ersticke ir Ungerhautig u teu ertrinke ir Einsamkeit

Teu fiire ganz amene angere Tag

Mir hei viu Müglechkeite ds fiire

Für teu wird’s Nacht grad denn wenn überau d Liechter agö

Dr Mönsch brucht ds Liecht vom angere

Mängisch müesse mr chli ga sueche

Herbstblätter

Leise fallen

              fliegen

Farben fühlsam auf die Erde

wie Federn tanzen sie     

grüssen einander

küssen vielleicht bevor sterben

immer farbiger werden

bis dann ein Wind sie fein

hinunterträgt

Nicht jedes Blatt stirbt sacht

Manchmal mit Gewalt

wirbelts in die Höhen

und begegnet vielen anderen

Doch jedes Blatt hat seinen Platz

Vielleicht lässts sich’s bei einer Rose nieder,

bei einem Rosmarienstrauch

oder es schenkt dem Igel seine Liebe

Herbstblätter, lebet wohl,

                            lebet wohl!

Herbst

Herbstblatt im Wind

haltlos treibend, frei, glücklich dahinschwebend

immer weiter tanzend

hin und her, immer schneller,

wilder, bis zur Ekstase

glücklich sinkend wieder zur Erde

leicht zuckend erblassen wollen bis zum Nichts

um neu zu erwachen

neue Farben, neue Atemzüge

neuer Geruch, neue Formen

gemeinsam und einsam schweben

und sterben um zu leben

Kind, wunderbar Schönes

Kind, so schön wie der Wind
an einem warmen Herbstmorgen
Kind, ich umarme dich lind
und schaue dich an
du bist nun bei uns
mögest du es gut haben
und mit allem Leid und
Entbehrungen zurechtkommen
Kind, Mensch
neu, gut
deine Hände voll Erwartung
voll Süsse
voll Kraft

24 Tage nach der 2. Geburt, 20. Sept 93

photo: G. Doblies

photo: Rose Marie Doblies

Enfant dans mes bras

Enfant dans mes bras, elle s'appelle FATIMA, petite, 
manifique, meravigliosa un miracle sans doute comment sera ta route?
FATIMA, ta beauté me fait pleurer; fragile, 
tendre et sans défence, livrée au monde 
homme, femme, donnez un véritable amour à votre enfant 
offrez leur vos bras protecteurs, donnez leur vos mains 
ne les frappez pas, donnez leur votre chaleur 
ne brisez jamais leur confiance, jamais, jamais, jamais?


9.6.1999

Gedanken zur Pubertät

Weg zeigen

begleiten

behüten

ohne einzuengen

dann gehen

lassen

Vertrauen zeigen, haben

Vertrauen weitergeben

 

lieben

 

andere Ideen

andere Massstäbe

andere Wege

 

immer mit Respekt

Pubertät

 

zum Planen auffordern

organisieren

soziales Gefüge

Freiheiten

Vertrauen

Diskussion, Diskussion, Diskussion

 

gemeinsame Zeiten

feiern

 

feiern

 

Organisation

eigenes Leben

Erfahrung

respektive persönlich

lassen

gehen

lassen

 

umarmen

umarmen

umarmen

photo: G. Doblies

photo: Arie Klok, NL

An wirklich Erwachsene

O denkt daran
sie müssen rebellieren
und Rebellion kommt nie zu früh
man kann nur gratulieren
die jungen wunderbaren Leut
sie kämpfen für Gerechtigkeit
und tuns auf ihre Weise
sie mögen die Geselligkeit und 
sind nicht immer leise
doch wenn die Zartheit sie berührt
die Liebe, Wärme, Geborgenheit
in frühsten Lebensjahren
dann werden sie dies alles
lebenslang und sorgsam in sich bewahren
Begleitet sie mit viel Gespür
seid da wenn sie euch rufen
umarmt sie mit Achtung und Respekt
und dann, dann lasst sie fliegen
brecht niemals einen Flügel entzwei
auch wenn sie weit weit fliegen
gönnt ihnen Erfolg und diese Freiheit
die Welt liegt offen vor ihnen
Behaftet sie nicht auf
    früher hast du doch... und
    Du magst doch... oder
    Was ist jetzt mit Dir los? und 
    Warum hast Du nicht
mit solchen Schnörkelsätzen
sie bereiten ihre Zukunft vor
und wissen Veränderung zu schätzen
versucht nicht alles
zu verstehen lasset ihre Kleider
im Winde wehen
Geduld ist bei ihnen nicht an 1. Stell
Sturm und Drang vielleicht
von Wang zu Wang
Vertrauen ist das höchste Gut
in diesem Wort ist Liebe drin
Vertrauen heisst: Unterstütze ihren Mut
          Ich unterstütze deinen Mut
Vertrauen heisst: Ich bin Dir gut!
hat nichts mit Besitzanspruch zu tun, 
mit Kontrolle und Überbemutterung
Vertrauen ist Liebe, die un-
belastet gehen lassen kann
Sie fragt nicht: wann?
Diese Liebe, die erwartet nicht
alle Tage einen Anruf, ein 
SMS, eine Mailnachricht
Diese Liebe 
befähigt das Glück
einer Überraschung
eine Überraschung 
sehen
und leben
mit einem
Lächeln auf der Stirn

19. Juli 2009

photo: Marc Gremillon, F

Umarmen

Lange und innig Umarmen
wieder Liebe finden 
worte die liebkosen
vielleicht inmitten
duftender Rosen
den Schmerz aushalten
und tief innen wissen
dass die Zeit
mit vielen Küssen in den Kissen
wird kommen
wie dreizehn Sonnen
wie dreizehn Sonnen


21.06.98

hinterlassene Spuren

Spuren der Liebe

Spuren der Menschlichkeit

des Respekts

und des Mutes

Spuren der Schönheit,

der Eleganz,

der Grosszügigkeit

und Güte

21. Juli 2002

laisser des traces

laisser des traces d'amour

des traces de respect

des traces claires et sereines

des traces de l'humanité

de courage, de générosité

et de la beauté.

 

Come les traces des

animaux,

l'élégance, la grace

de la force et de la sûreté

laissez des traces d'amour

Tränen fallen

von deinen und meinen Wangen
Tränen trüben mir die Sicht 
und alles wird weich
wird enthärtet
tu piangi, anche tu?
lass eine warme Träne
von mir in dir wohnen

Ende 1999

Die Krähen

die Krähen

krakrarah

sind da

trotz Schnee

oh weh

die Bauern sähen

für die Krähen

krarah krarah

das Gift ist da

krarah krarah

flieh Krähe, flieh

du schönes schwarzes Tier

krarah krarah

es ist nicht nur der

Menschen Revier

du armes Tier

das Feld, das Feld

ist weit

für Dich und mich

krarah krarah

 

krarah krarah

du bist die Wetterfahne

und wir in unserem Wahne

vergiften dich

krarah krarah

 

und all die Kinderseelen

von Menschen schlimm gequälet

zu Tode missbraucht?

 

O würden doch

die schwarzen grossen Vögel

einhacken auf all die

bösen Quäler

sie packen und verhacken

und jedes Kind in Not

tragen auf ihren Flügeln fort

an einen besseren Ort

 

flieg Krähe flieg

krarah, krarah

photo: LuisZé Correia, Cap Verde

dessin, Rose Marie Doblies

Der Schatten des Windes

Friedhöfe

Frieden Hof

Di ganzi Nacht ga umesueche

Friedhof

 

Ich gehe leise und sacht

in die Nacht

und halte an

und bin wach

da, da höre ich ein Ach

und da ein letzter Seufzer

und

spürte ich nicht von

hinten einen letzten Hauch?

 

eigentlich sind sie alle tot

was heisst nun das?

Leben sie nicht in unseren Gedanken?

Und bringen uns ab und zu

ins Wanken?

Durchbrechen die Schranken?

Zwischen Leben und Tod?

photo: Marc Gremillon, F

Zersch

Zersch nachemache u när lache

zersch lose u när rede

zersch luege u när mache

zersch beobachte u när urteile

zersch düreschnufe u när …

zersch gä u när nä

zersch umarme u när ga

zersch rüeme u när sege was nid guet

zersch tröste u när berate

zersch frage u när antworte

zersch reise u när wüsse

zersch bewege u när ässe

zersch trinke u när schwitze

zersch spure hingerla u när ga

August 2008

Der Vollmond ist vorbei

Der Vollmond ist vorbei

Ich wollte Kuchen backen

ich wollte Fenster putzen

ich wollte Ordnung schaffen

und alles fertig einrichten

 

Fast überfuhr mich ein Taxi

die grosse Zehe ist vielleicht

gebrochen

weil ich daran stiess

 

Die Küche ist auch nicht

in gutem Zustand

stattdessen schlafe ich, liebe,

lese Aktuelles, schaue fern

komponiere,

schreibe,

denke,

dichte

und unterrichte,

auch mich selber

Juli 2012

Nun müssen die Männer wieder...

(Diesen Text schrieb ich im Januar 2003 und leider scheint er noch immer aktuell zu sein)

Nun müssen die Männer wieder fort
Sie gehen an einen andern Ort
Was ist passiert?
Wer hat kassiert?
BIN LADEN?
TERRORISTEN?
Die Amerikaner (?) wollen misten...
sie werdens wissen!?
Weg von dem Alltagsstress und Trott
Hier unter Männern, da geht?s flott
Weg von den Nörgeleien der Frauen 
Hier unter Männer kann man endlich aufbauen
Weg von den Streitereien der Kinder
Hier kann man fluchen unter Sünder...
Ja, einige sind sicher froh
Sie wollten weg schon sowieso.

Und die die gehen müssen?
Und die die alles wissen?
Und die Kinder ohne Väter?
Mütter, Frauen, auch sie wollen aufbauen.
Hoffen, dass er nicht fällt
In dieser himmelschreienden Welt

Mann ohne Frau ? Frau ohne Mann
Was wird geschehen?
. . . und wieder beginnts
Und wieder werden später
Kinder geboren von unbekannten Vätern
Von tapferen Männern gezeugt 
Frauen ? unendliche Schmerzen
Schon beim Zeugen, oder nur
Schmerzen, ohne Kind...
Oder gibt es doch auch Liebe beim Soldaten? Liebe?

Morgen tot!

die Sonne geht auf
die Sonne geht unter

alles rot!

Es heisst nicht mehr:
Zu Ehren gefallen!
Oder doch...noch......?

Wie können wir Gewalten anhalten?

Y otra vez los hombres...

Los hombres tienen que marchar
otra vez a otro lugar
Qué ha pasado?
Quién ha cobrado?
Bin Laden?
Terroristas? 
Los americanos desean limpiar
Ellos sabrán...

Lejos del estrés vulgar y cotidiano
aquí, entre hombres, todo es mejor
Lejos las mujeres quejumbrosas
aquí, entre hombres, se puede construir.
Lejos de rencillas infantiles
Aquí, entre pecadores, se puede maldecir.

Sí. Algunos estarán satisfechos
Querrán irse al fin, de hecho.
Y los que tienen que irse?
y los que todo lo saben?
y los niños sin padre?

Mujeres, madres: también ellas quieren construir.
Esperan que él no caiga
en este mundo atroz.
Hombre sin mujer - mujer sin hombre

Qué pasará?
y ya otra vez
niños ilegítimos nacerán
que hombres valientes engendrarán.
Mujer ? dolor infinito al concebir
o sólo dolor sin hijo.

Es capaz de amar un soldado? ¿amar?

Mañana: muerto.
El sol sale
El sol se pone
Todo rojo!

Ya no se dice:
En honor caído
O sí aún?
cómo detener la violencia?
Aún quedan unos días             Übersetzung: Lilia Martinez

Ich weine

Ich weine um jedes Kind
das Todesangst ausstehen muss
das seine Mutter sterben sieht
das missbraucht wird
das verletzt wird
das stirbt
Ich weine um jede Frau die 
missbraucht wird, die getötet wird,
die ihr Kind sterben sieht
Ich weine um jeden Mann
der in den Krieg gehen muss
der schiessen muss
der Angst hat, der verwundet wird
der stirbt
schöne Hände
schöne Gesichter
schöne Körper
Menschen voller Hoffnung
WO IST GOTT?
Welcher Gott? - es gibt mehrere
Wo sind die Engel?
Engel für die Kinder,
die die Bomben nie vergessen können

 

Ende März 2003

Spanien Moreira

Kleine Füsse im Sand
vorwärts
schau nicht zurück
weiter
bleib nur stehen um den Sand
unter deinen Füssen zu spüren
und um das Rauschen
des Meeres zu hören
und den Wind zu küssen und das Leuchten zu sehen
Spürst du wie dir tausendfach gegeben wird?
Tausend Küsse vom Himmel
wie zarter Regen,
wovon jeder Tropfen spürbar
trinke, trinke den Kuss
lass die Nässe einsickern
Höre!!! Horch!
Lass laufen
gehe in dich und ins Du
schenke mir deinen Blick
auch den will ich trinken

März 1986

Leserbriefe

La voix de Rose

Braucht die Welt Justin-Bieber-Geschichten? Nein! Braucht die Welt eine RosenBachelorette und einen RosenBachelor? Nein! Braucht die Welt rassistische Parolen auf Plakaten und Anlässen, frauenfeindliche Äusserungen, menschenverachtende Handlungen? Nein! Braucht die Welt Néstléprodukte? (Néstlé hat viele wunderschöne afrikanische Babys auf dem Gewissen, da die Firma Milchpulver lieferte, die Frauen aufrief nicht mehr zu stillen, in Gebieten, wo kein sauberes Wasser vorhanden war und verkauft nun teueres Wasser in armen Ländern für ihre Kasse)?  Nein! Braucht die Welt ein Interview mit Gölä? Nein! Das Schlimmste, was er vor 2 Wochen sagte, war: Sein Vater hätte ihn mit dem Ledergurt geschlagen und mit allem was er erwischt habe und er, Gölä, habe 35 jährig werden müssen, um zu sehen, dass sein Vater alles richtig gemacht habe. Und seine Töchter, (2 und 4jährig) das seien Hexen, und lachte dabei. Fazit, Gölä befürwortet häusliche Gewalt! Auf der Renaudtour, TeleBärn: „E Chlapf het no keim gschad“… Solche Aussagen darf der/die ModeratorIn niemals ohne irgendeine Bemerkung stehen lassen. Niemals! Solchen Menschen darf Mann/Frau nicht mehr Plattform bieten! Die Welt braucht Mütter, Väter, Betreuungspersonen, die den Kindern mit sehr viel Respekt und Achtung gegenübertreten, sie mit sehr viel Liebe und Sorgfalt begleiten und ihnen ein umweltbewusstes, kritisches und differenziertes Denken vorleben.So wird es als Erwachsener, in Sorgfalt und Achtung, mit sich und dem Gegenüber umgehen können und etwas zum Wohle der Menschheit beitragen.
Die Welt braucht Augen, deren Leuchten nie ausgelöscht wurde, sensible Ohren, in die man nicht geschrien hat, entspannte Münder, die reden, singen, jauchzen, lachen und die Wahrheit sagen dürfen. Menschen die tanzen, um etwas zu bewegen.

20. November 2016

Die Schweiz putzt sich raus

Die Borde rings um Bern sind geschnitten. Da, da liessen sie eine Rundung blauer Blumen stehen, sieht gut aus. Aber da, schon liegt in dem frisch rasierten Hügel eines der wenigen übriggebliebenen Kreisels, nur kurze Zeit, nachdem das Kreiselfieber doch erst ausgebrochen war – aber eben, Fieber muss man sofort senken, mit allen Mitteln! – ja, da liegt doch schon wieder, auf diesem feinsäuberlichen Kurzschnitt ein Papier und ein Plastikbecher, ganz klar aus einem Auto geworfen und bestimmt von einem Ausländer verursacht. Bald wird Bern und Umgebung vollgeragelt sein von Ausländern. Wie Kartoffeln auf einem Fliessband zum Erlesen werden sie daherrollen. Erlesen? Wohl eher Auserlesen. Es sind ja vorwiegend Europäer, keine dunkelhäutigen bis kohlenschwarze, keine Diebe, keine... oder doch?

Europäer sind jedoch auch AusländerInnen. Alle aus andern Ländern. Da fällt mir die wunderbare Musik von Robert Schumann ein: „Von fremden Ländern und Menschen“. Eine tiefe Sehnsucht, ein Zauber der Verwandlung liegt dieser Musik inne.

Nun sind die AusländerInnen sehr willkommen und werden überall mit Blumen und sauberen Strassenrändern empfangen – ausgenommen dieser Plastikbecher im Kreishügel...

Offene Türen, Fenster und Herzen. Es sind ja auch die Länder gleich nebenan. Nein, nicht deshalb... Es geht um Fussball. Und da verschönert manch farbiger Mensch die Mannschaft. Seien wir ehrlich, die Mischlinge – und auch die gehören doch schon zu den Ausländern – sind meist die Attraktivsten. Hier geliebt und auch geholt, denn sie verhelfen zu siegen. Ja, hier geht’s um Fussball und nicht um Hunger, nicht um Herberge für eine Schwangere, die sich wohl auch in einem Stall mit etwas Stroh niederliesse. Hier warten alle 5Stern-Hotels mit roten Teppichen, Apéros, Doppelbetten, täglich frischer Wäsche, Masseuren, Coiffeusen, Wellness und Prostituierte.

In Deutschland holte man für die WM viele, sehr viele junge, schöne Frauen. Man versprach ihnen den Himmel und nach der WM waren sie alle gebrochen. Ohne Handy, ohne Rechte, einfach gehorchen, hinhalten, aushalten. Wäre das hier in der Schweiz der Fall, käme oder kommt all das Säuberlichherausgeputzte ins wanken, und der Himmel würde oder wird die Fussballfelder mit Tränen füllen.

Fussballer sind intelligent und arbeiten hart. Mögen sie auch ihre Intelligenz für ihr mensch-liches Verhalten gegenüber Minderbemittelten einsetzen und sich jeglicher Ausbeutung, ja, jeglicher Gewalt entgegensetzen. Das wünsche ich für die folgenden Tage und hoffe, dass zum Thema AusländerInnen die SchweizerbürgerInnen weitsichtiger werden. Letzten Sonntag haben wir in dieser Richtung einen Schritt gemacht.

Und.....wer putzt denn die Strassen, wer wäscht die Pfannen, wer schrubbt alle Böden und reinigt die Toiletten in den frühen Morgenstunden, wenn die Fussballfans nach durchfeierter Nacht sich wohlig ins Bett legen können? Das sind doch vorwiegend Ausländerinnen und Ausländer zu einem Hungerlohn... Auch andernorts, über Jahre. Da stört die dunkle Farbe auch nicht? Gott sei Dank!

Die Freude an diesem Grossanlass und das gemeinsame Feiern soll nicht in Frage gestellt wer-den. Doch: Seid wachsam und mutig. Mischt euch ein, seid den Kindern Schutz und Vorbild. Dank sei denen, die sich seit Jahren für die Rechte des Menschen einsetzen.

EM 2008

erschienen z.T. verändert im Bund, 9.Juni 2008 und in der Berner Zeitung, 7.Juni 2008

Wie würde Corinne Rey-Bellet abstimmen?

Gedanken zur Waffeninitiative

Wie würde Corinne Rey-Bellet abstimmen? Was denken Sie?
Und alle die Mütter von kleinen oder grösseren Kindern?
Ausgelöscht! Sinnlose Macht- und Gewaltausübung
Eine Tat die unendliches Leid hinterlässt.
Und es sind bei Weitem nicht immer Ausländer.
Menschen von denen es niemand erwartet, undurchschaubar, kaltblütig, gefühlslos.
Einige bringen sich sofort danach selbst um, einigen tut es leid und sie begreifen selber ihre Tat nicht. Das Geschehene ist jedoch unwiderruflich!
Einige haben vielleicht selber Angst vor ihren allfälligen Taten. Genau diese müssten ihre Waffe sofort abgeben.

Oft zeigt sich in der Geschichte, dass die getötete Person sich bedroht gefühlt hatte, einigen bereits von ihrer Angst erzählt, jedoch passierte nichts, denn oft sind die Täter ganz „normale“ Bürger, meistens Männer, nach aussen völlig unauffällig und dann; wer hätte das gedacht. Die Waffe geladen im Haus, manchmal sogar unter dem Bette.......
Überfordert? Nicht ganz zurechnungsfähig? In schwieriger Situation?
Ein Griff zur Waffe geschieht schnell.
Jemand der seine Emotionen und Aggressionen, Eifersucht und Missgunst nicht im Griff hat und auch keine Hilfe annehmen will, kann sehr schnell eine Gefahr für die anderen sein und deren sind viele.
Diejenigen, die sich vehement gegen diese Initiative setzen, haben finanziell eindeutig die bessere Ausgangslage. Was sind die Motive eine Waffe zu Hause zu haben?

Patriotismus? Macht? Überlegen sein? Stolz? Die Argumente, dass die Organisation enorm wäre, falls die Initiative angenommen würde, sind sehr unglaubwürdig.

Für die Menschheit zu kämpfen, alles zu tun um die Kinder zu schützen, ihnen Werte der Würde und des Respekts in der Gemeinschaft, unabhängig von Rasse und Herkunft, mitzugeben und somit ein Zeichen nach aussen zu senden, das ist doch unsere Aufgabe.
 

1. Augustrede 2015

Schweiz, Suisse, Suiza, Svizzera, Switzerland, CH!
JA! Ja zu "Umweltschutz"; ja zu "Solidarität", ja zu "Weltoffenheit"; ja zu "Humanität"; ja zu anderen Kulturen"; ja zu "Kultur"; ja zu "Menschenrechte", ja zu "Schutz der Kinder vor Grausamkeit, Vernachlässigung, Missbrauch, Misshandlung, Manipulation".

teilen: gemeinsam, juntos, ensemble, together, insieme, voneinander lernen!
4 Landessprachen, eine absolute Chance!
Die Schweiz, ein Land mitten im Herzen Europas. Sehr schnell sind wir in einem benachbarten Land und sind dort AusländerInnen.
Ein Land, eine Demokratie, zuviel Bürokratie und menschensunwürdige, laute Stimmen, die einen falschen Patriotismus hervorrufen. Leider.

Es ist nicht so, dass wir durch andere Gesichter, Ansichten, Lebensweisen, ja andere Kulturen unsere Freiheit verlieren. Nein, wir gewinnen an Weitsicht, Wärme, Toleranz und können Licht aus diesen leuchtenden Augen vom Süden auffangen. Und niemals dürfen wir diese letzten Hoffnungsschimmer auslöschen, niemals!

Es ist nicht so, dass Neutralität beliebig hin und her geschoben werden kann.
Die Schweiz verliert ihre Neutralität, sobald sie Waffen (auf Umwegen) in Kriegsgebiete sendet. Es ist ein Irrtum zu glauben, dass diese Waffen "nur" zur Verteidigung des Friedens eingesetzt werden.
Neutral ist ein Land nicht, wenn es Geld wäscht und das Geld von Diktatoren und Verbrechern auf seinen Banken duldet, ja versteckt und wenn es zu Korruption Beihilfe leistet.

Es ist Zeit zum Feiern was es zu feiern gibt: Das Engagement und der Gerechtigkeitssinn vieler, unermüdlicher Einsatz in verschiedensten Bereichen und die Heiterkeit!
Zeit auch mutig hinzuschauen, sich einzumischen, Wesentliches zu erkennen und zu handeln.

Vorurteile, Hass, Missgunst, Eifersucht, Habgier, Augenklappen, Fanatismus, Lieblosigkeit, Grobheit, Manipulation, Angst vor Unbekanntem macht unfrei!

gemeinsam weinen, gemeinsam lachen, gemeinsam tanzen, gemeinsam für die Rechte des Menschen kämpfen, gemeinsam nach Lösungen suchen!
in diesem Sinne: Bonne fête!

Die Reichen schwimmen im Geld

Die Reichen schwimmen im Geld auf dieser Welt, die Backen leicht gerötet vor Genugtuung oder vom Lügen.

Die Flüchtlingsboote schwimmen auf See

und manchmal schwimmen die Flüchtlinge im Meer

und manchmal sehen wir sie nie mehr.

Viele werden gerettet!

Habt Dank ihr Fischer all! Wie manchen Fremden, wie manches Kind schon habt ihr auf eure Boote gezogen, selbstlos, mit Hingabe und Liebe, erschöpft und doch weitergeholfen.

Sie werden es euch nie vergessen!

Habt Dank all ihr Helferinnen und Helfer von verschiedensten Ländern, auf den Inseln Griechenlands in Italien und anderswo, an den Bahnhöfen, an den Grenzen, beim Stacheldraht.

Ihr verbindet Wunden, gebt Wasser und Brot und trockene Kleider.

 

Habt Dank all ihr, die ihr sie mit Wärme, einem liebevollen Blick und mit offenen Armen empfängt.

Nie werdet ihr die Kinderaugen vergessen, nie werden die durchfrorenen Hände und Füsse aus dem Gedächtnis gehen.

Und immer bleiben in Erinnerung die grossen, leuchtenden sogar z.T. strahlenden Augen als Dank und mit Hoffnung gefüllt auf ein Leben ohne Krieg, ohne Angst, ohne Ausbeutung und Hass.

Ohne Ausbeutung? Ich hoffe es sehr.

 

Die Schweiz hat noch viel Platz

Ein bisschen Gerechtigkeit!

 

Ich hoffe weiterhin auf intelligente, mutige und menschenrechtsachtende Organisationen, Koordinationen, auf Einfallsreichtum und auf viele Schweizerinnen und Schweizer die die kommenden Schutzsuchenden mit Würde und Liebe behandeln.

 

Recht auf Achtung

Recht auf Schutz

Recht auf Gehörtwerden

Recht auf Wärme

Recht auf Geborgenheit

Recht auf Anerkennung und Förderung all ihrer Fähigkeiten und Talente

Das Recht auch, dass der andere uns etwas lehrt!

 

Diese Rechte gelten für alle!

Die Schweiz ist so reich wie noch nie!

Die Reichen sind so reich wie noch nie, mit einzelnen Ausnahmen, die 1 Milliarde weniger besitzen.

Rassismus schüren, Misstrauen verbreiten, das Volk aufhetzen mit unlauteren Zahlen und Behauptungen ist ein absoluter Hohn und stimmt mich zutiefst traurig.

 

Ein bisschen Gerechtigkeit!

 

 

27. November 2015

contact

© 2016 Rose Marie Denise Doblies

rose.marie@doblies.ch

+41 78 714 09 06

  • w-facebook
  • YouTube Social  Icon